Rhizarthrose: Wenn der Daumen schmerzt und Probleme macht

Rhizarthrose ist eine Erkrankung, die viele Menschen betrifft, besonders wenn sie älter werden. Bei dieser Krankheit nutzen sich die Gelenke an der Daumenwurzel ab. Das kann starke Schmerzen verursachen und sorgt oft dafür, dass einfache Dinge im Alltag schwerer fallen. Rhizarthrose entwickelt sich meist langsam, doch die Beschwerden werden von Jahr zu Jahr stärker. Durch die richtige Information und einfache Maßnahmen kann man den Umgang mit Rhizarthrose ein wenig leichter machen.

Wie Rhizarthrose entsteht

Im Daumen gibt es ein wichtiges Gelenk, das Sattelgelenk an der Daumenwurzel. Bei der Rhizarthrose nutzt sich der Knorpel in diesem Gelenk nach und nach ab. Der Knorpel schützt eigentlich die Gelenkflächen, doch wenn er weniger wird, reiben die Knochen direkt aufeinander. Dadurch kommt es zu Schmerzen und manchmal auch zu kleinen Verformungen am Daumen. Meist tritt Rhizarthrose im höheren Alter auf, da der Körper mit den Jahren an Belastbarkeit verliert. Aber auch junge Menschen können betroffen sein, vor allem nach Unfällen oder wenn sie ihre Hände über lange Zeit stark beanspruchen.

Typische Beschwerden und Anzeichen

Am Anfang spüren viele Menschen mit Rhizarthrose oft nur leichte Schmerzen, besonders bei bestimmten Bewegungen des Daumens. Im Laufe der Zeit werden die Beschwerden aber stärker und treten nicht mehr nur bei Belastung, sondern auch in Ruhe auf. Alltagsdinge wie das Öffnen von Flaschen, das Schreiben oder das Halten von Gegenständen können schwieriger werden. Neben den Schmerzen können Betroffene auch eine Schwäche im Daumen merken. Manchmal ist das Gelenk geschwollen, rot oder zeigt eine leichte Fehlstellung. Wer diese Zeichen an sich bemerkt, sollte mit einem Arzt sprechen, um die genaue Ursache abzuklären.

Wie Rhizarthrose Ärztinnen und Ärzte feststellen

Für die Diagnose von Rhizarthrose genügt meist schon eine Untersuchung durch den Arzt. Hierbei werden Beweglichkeit, Druckschmerz und eventuelle Schwellungen geprüft. Röntgenbilder helfen festzustellen, wie weit die Abnutzung des Gelenks schon fortgeschritten ist. So können Ärztinnen und Ärzte sehen, wie viel Platz noch zwischen den Knochenenden vorhanden ist und ob Veränderungen am Knochen sichtbar werden. Damit wird die Schwere der Rhizarthrose bestimmt und entschieden, welche Behandlung für die Person am besten passt.

Was hilft gegen Schmerzen und Bewegungseinschränkungen

Bei Rhizarthrose gibt es verschiedene Möglichkeiten, mit den Beschwerden umzugehen. Viele Menschen profitieren von gezielten Übungen und Physiotherapie. Spezielle Bewegungen für die Hand und den Daumen stärken die Muskeln und entlasten das Gelenk. Manchmal verschreibt der Arzt eine Schiene, die den Daumen ruhigstellt. Das kann vor allem nachts helfen, die Schmerzen zu lindern. Schmerzmittel und Salben kommen bei starken Beschwerden zum Einsatz, sollten aber nicht dauerhaft genutzt werden. In schweren Fällen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht helfen, ist eine Operation möglich. Dabei wird das Daumengelenk teilweise entfernt oder stabilisiert. Viele Betroffene erleben danach eine deutliche Besserung ihrer Beschwerden.

Tipps für den Alltag mit Rhizarthrose

Wer an Rhizarthrose leidet, sollte versuchen, die Belastung für den Daumen zu verringern. Es hilft oft, schwere oder feste Gegenstände mit beiden Händen zu greifen. Für viele Aufgaben im Haushalt gibt es Hilfsmittel, zum Beispiel Öffner für Gläser oder spezielle Stifte. Auch kleine Pausen beim Arbeiten mit der Hand können die Beschwerden lindern. Wärme tut vielen Betroffenen gut, etwa durch ein warmes Bad oder eine Wärmflasche auf dem Daumen. Es lohnt sich, neue Wege auszuprobieren und bei starken Schmerzen Rat bei einer Fachperson zu suchen.

Häufig gestellte Fragen zur Rhizarthrose

Was ist der Unterschied zwischen Rhizarthrose und anderen Arthroseformen?

Bei der Rhizarthrose ist vor allem das Daumensattelgelenk betroffen, also das Gelenk an der Daumenwurzel. Andere Arthroseformen treten meist in großen Gelenken wie Knie oder Hüfte auf.

Kann Rhizarthrose geheilt werden?

Rhizarthrose kann nicht geheilt werden. Es gibt aber Behandlungen, die die Beschwerden lindern und die Beweglichkeit erhalten. Ziel ist es, das Leben mit der Erkrankung so leicht wie möglich zu machen.

Hilft Bewegung bei Rhizarthrose?

Bewegung ist sinnvoll, denn gezielte Übungen stärken die Handmuskeln und verbessern die Beweglichkeit. Zu viel oder falsche Belastung sollte aber vermieden werden.

Wann ist eine Operation bei Rhizarthrose nötig?

Eine Operation bei Rhizarthrose wird nur empfohlen, wenn die Schmerzen stark sind und andere Behandlungen nicht mehr helfen. Dann kann ein chirurgischer Eingriff das Gelenk entlasten oder stabilisieren.